Antragsgrün - die Online-Antragsverwaltung für Parteitage, Verbandstagungen und Mitgliederversammlungen

S-01: Palliativ-Offensive jetzt!

Veranstaltung: 1. Länderrat 2015
AntragsstellerIn: Bundesvorstand (beschlossen am 23.03.2015)
Status: Angenommen
Eingereicht: 17.03.2015, 10:44 Uhr
Tagesordnungspunkt: Sterbehilfe

Antragstext

2Für ein besseres Leben am Lebensende
30.09.2016, 00:25 Uhr

Kommentar von Smithc98

I'm really enjoying the design and layout of your website. It's a very easy on the eyes which makes it much more pleasant for me to come here and visit more often. Did you hire out a designer to create your theme? Excellent work! dgdedeegacggefkd
01.10.2016, 03:01 Uhr

Kommentar von Smithb637

Very informative post.Really thank you! Awesome. kegcdfkbefkfacea
Kommentar schreiben
ACHTUNG: Um diese Funktion zu nutzen, muss entweder JavaScript aktiviert sein, oder du musst eingeloggt sein.
3Viele Menschen haben beim Gedanken an ihre letzte Lebensphase Angst vor
4Einsamkeit und Leiden; sie tragen sich mit der Sorge, anderen zur Last zu
5fallen; sie haben Angst vor Fremdbestimmung und vor einer menschenunwürdigen
6Versorgung. Diese Ängste ernst zu nehmen und zu lindern und für das
7höchstmögliche Maß an Lebensqualität auch am Lebensende zu sorgen – das sind die
8Kernaufgaben einer guten Palliativ- und Hospizversorgung. Diese hat sich in den
9letzten Jahrzehnten in Deutschland enorm weiterentwickelt, das genügt aber bei
10weitem nicht. Unsere Gesellschaft hat sich noch längst nicht ausreichend auf die
11Folgen des demographischen Wandels eingestellt. Auch die Behandlung von Menschen
12in der letzten Lebensphase muss sich am Willen der Menschen und an ihrer
13Lebensqualität ausrichten. Wir brauchen eine Offensive für eine bessere
14Palliativ- und Hospizversorgung!
Kommentar schreiben
ACHTUNG: Um diese Funktion zu nutzen, muss entweder JavaScript aktiviert sein, oder du musst eingeloggt sein.
15Dabei geht es um weit mehr als um die Linderung von Schmerzen. Es geht darum,
16den Menschen eine letzte Lebensphase in Würde zu ermöglichen und sie dabei zu
17begleiten. Es geht darum, gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten und ihren
18Angehörigen zu vereinbaren, was getan werden soll, auch wenn es keine Aussicht
19auf Heilung mehr gibt. Es geht um eine bessere Beratung und Begleitung und
20darum, auch die letzte Lebensphase als einen Teil des Lebens zu gestalten. Es
21geht darum, Wünsche von Patientinnen und Patienten ernst zu nehmen und offen
22über die Vor- und Nachteile von Behandlungsangeboten zu sprechen. Nicht zuletzt
23geht es darum, die Angehörigen und Familien der Sterbenden so zu unterstützen,
24dass sie imstande sind, den Wunsch zu erfüllen, den PatientInnen am Lebensende
25am häufigsten haben: in einer vertrauten Umgebung zu sterben. Derzeit sterben in
26Deutschland jedoch vier von fünf Menschen in Kliniken oder stationären
27Pflegeeinrichtungen, oft ohne Beistand. Nicht zuletzt geht es darum, die
28Angehörigen und Nahestehenden auch danach bei der Bewältigung dieser Zeit zu
29begleiten.
Kommentar schreiben
ACHTUNG: Um diese Funktion zu nutzen, muss entweder JavaScript aktiviert sein, oder du musst eingeloggt sein.
30Wir wollen, dass die Menschen möglichst selbstbestimmt über die Bedingungen
31ihrer letzten Lebensphase und auch ihres Sterbens entscheiden können. Wir wollen
32gleichzeitig Menschen in akuten Krisensituationen nicht allein lassen, wenn sie
33beispielsweise in einem Suizid den vermeintlich letzten Ausweg sehen. Das
34Suizidrisiko ist in Deutschland am höchsten bei alten und psychisch kranken
35Menschen. Wir wollen erreichen, dass diese Menschen sich nicht allein gelassen
36fühlen, sondern Hilfe und Beratung finden, ohne Angst haben zu müssen, dass sie
37moralisch verurteilt werden.
Kommentar schreiben
ACHTUNG: Um diese Funktion zu nutzen, muss entweder JavaScript aktiviert sein, oder du musst eingeloggt sein.
38BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich ein:
Kommentar schreiben
ACHTUNG: Um diese Funktion zu nutzen, muss entweder JavaScript aktiviert sein, oder du musst eingeloggt sein.
  • 39für den flächendeckenden Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in
    40Deutschland: Insbesondere im ambulanten Bereich, in ländlichen und
    41strukturschwachen Regionen sowie bei der Versorgung schwerstkranker
    42Kinder und Jugendlicher sind wir noch weit von einem flächendeckenden
    43und ausreichend finanzierten Angebot entfernt. Auch privatversicherte
    44Menschen müssen Ansprüche auf Leistungen der ambulanten wie der
    45stationären Palliativ- und Hospizversorgung erhalten.
  • 46für eine bessere Beratung und Begleitung von Schwerstkranken und ihren
    47Angehörigen: Unser Ziel ist eine Palliativ- und Hospizversorgung aus
    48einer Hand, insbesondere im ambulanten Bereich. Dazu gehört ein
    49Anspruch für alle Versicherten auf individuelle und neutrale
    50Pflegeberatung, Unterstützung und Begleitung.
  • 51für eine konsequente Orientierung der medizinischen und pflegerischen
    52Palliativ- und Hospizversorgung am Willen der PatientInnen: Dazu muss
    53Palliativmedizin in der Ausbildung, aber auch in der
    54(berufsbegleitendenden) Weiterbildung der verschiedenen Gesundheits-
    55und Pflegeberufe stärker verankert werden. Zum anderen muss in der
    56Ausbildung insbesondere von Ärztinnen und Ärzten die Vermittlung der
    57geltenden Rechtslage in Bezug auf die Behandlung am Lebensende eine
    58größere Rolle spielen. Keine Ärztin, kein Arzt ist gezwungen,
    59lebensverlängernde Maßnahmen gegen den Willen der PatientInnen
    60anzuordnen. So sind etwa der Behandlungsabbruch oder das Unterlassen
    61lebensverlängernder Maßnahmen – die sogenannte passive Sterbehilfe –
    62oder eine konsequente Schmerzbehandlung erlaubt, auch wenn diese
    63potentiell lebensverkürzend wirkt – die sogenannte indirekte
    64Sterbehilfe. Behandlungen in dieser Lebensphase dagegen, die nicht
    65ausdrücklich von den PatientInnen oder ihren gesetzlichen
    66VertreterInnen verlangt worden sind, sind eine Körperverletzung.
  • 67für eine wirksame rechtliche Grundlage zur besseren Vereinbarkeit von
    68Pflege und Sterbebegleitung, Familie und Beruf: Die jüngste Novelle
    69des Familienpflegezeitgesetzes ist dafür höchstens ein erster Schritt,
    70das Gesetz wird dem tatsächlichen Bedarf bei weitem nicht gerecht und
    71geht an der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen vorbei.
  • 72für den flächendeckenden Ausbau von Beratungs- und
    73Unterstützungsangeboten zur Suizidprävention: Insbesondere braucht es
    74in strukturschwachen Regionen mehr niedrigschwellige Beratungsangebote
    75für Menschen in Krisensituationen, die zugleich Zwangsbehandlungen
    76verhindern. Psychisch kranke Menschen warten durchschnittlich drei
    77Monate auf ein erstes Gespräch bei der Psychotherapeutin oder dem
    78Psychotherapeuten. Besonders dringend ist es daher, einen
    79kurzfristigen Zugang zur Psychotherapie zu organisieren.
Kommentar schreiben
ACHTUNG: Um diese Funktion zu nutzen, muss entweder JavaScript aktiviert sein, oder du musst eingeloggt sein.

Zustimmung

Zustimmung von:
  • KostMich

Änderungsanträge

keine