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Änderungsantrag Z-01-224-1

Veranstaltung: 1. Länderrat 2015
Ursprungsantrag: Grüne Zeitpolitik für ein selbstbestimmtes und solidarisches Leben
AntragsstellerIn: GRÜNE JUGEND Bundesvorstand (Wurzelwerk-Profil)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 22.04.2015, 23:06 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 209 bis 223
Sehr viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind sich der Verantwortung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst. Sie arbeiten, oft unter Beteiligung der Belegschaft, an Konzepten für Gesundheitsprävention oder für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben; einige entwickeln bereits zeitpolitische Initiativen. Diese Unternehmen und Organisationen, ebenso wie die Gewerkschaften, möchten wir als Bündnispartner für Zeitpolitik gewinnen. Das bedeutet zugleich, den Unternehmen, die die Arbeitnehmerrechte ihrer Beschäftigten immer weiter beschneiden, die rote Karte zu zeigen. Gerade Menschen in prekären Jobs leiden darunter, dauernd verfügbar und erreichbar zu sein: Der Gepäckpacker am Flughafen oder die Verkäuferin im Schnell-Restaurant arbeiten zwar auf dem Papier nur 30 Stunden die Woche. Sie müssen sich aber den gesamten Tag oder sogar die Nacht bereithalten und werden per SMS kurzfristig für ein paar Stunden zur Arbeit beordert - ehe sie wieder in den Wartestand geschickt werden. Solchen Formen modernen Tagelöhnertums treten wir Grüne entschieden entgegen.
Die verpflichtende Erreichbarkeit der Arbeinehmer_innen außerhalb der Maximalarbeitszeit sollte verboten werden. Bereitschaftszeiten müssen zudem angemessen auf die Arbeitszeit angerechnet werden. Überstunden sollten auch prinzipiell mit Freizeitausgleich abgegolten werden können. Zeit ist nicht Geld. Zeit hat einen eigenen Wert, der sich nicht mit Geld bezahlen lässt Arbeitszeitregelungen sind nur wirkungsvoll, wenn sie auch durchgesetzt werden. Deswegen brauchen wir eine Arbeitszeiterfassung in besonders betroffenen Betrieben und Sonderkündigungsschutz für Arbeitnehmer_innen, die Arbeitszeitverstöße anzeigen. Außerdem setzen wir uns insbesondere nach der Mindestlohneinführung für niedrigschwellige Anlaufstellen ein, bei denen Verstöße zu Arbeitszeitregelungen anonym gemeldet werden können. Zudem müssen mehr unangekündigte Kontrollen der Arbeitgeber_innen durchgeführt werden.
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Begründung

selbsterklärend


UnterstützerInnen

UnterstützerInnen:
keine