Antragsgrün - die Online-Antragsverwaltung für Parteitage, Verbandstagungen und Mitgliederversammlungen

Änderungsantrag Z-01-208-1

Veranstaltung: 1. Länderrat 2015
Ursprungsantrag: Grüne Zeitpolitik für ein selbstbestimmtes und solidarisches Leben
AntragsstellerIn: GRÜNE JUGEND Bundesvorstand (Wurzelwerk-Profil)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 22.04.2015, 22:58 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 196 bis 208
Bei grüner Zeitpolitik geht es auch um einen Wandel der Arbeitskultur. Wir wollen eine Debatte anstoßen, wie wir Arbeit entschleunigen können. Wie können die Beschäftigten besser beteiligt werden, wenn Arbeitszeiten und Zeitpläne festgelegt werden? Wie können Unternehmen es organisieren, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker selbst bestimmen, wann und wie sie arbeiten? Die Digitalisierung der Arbeitswelt bietet dabei viele Chancen: Die wichtigen Unterlagen oder das Startsignal für den Produktionsprozess lassen sich auch abends vom Laptop daheim versenden, nachdem man zuvor zusammen mit dem Kind draußen die Sonne genießen konnte. Die digitale Arbeitswelt gestalten heißt aber auch: Grenzen ziehen. Wenn alles immer und überall auf der Welt online verfügbar und machbar ist, darf das nicht heißen, dass die Menschen, die diese Technik nutzen, immer verfügbar und im Einsatz sein müssen. Das Gerät abzuschalten ist in der digitalen Welt ein wichtiges Arbeitnehmerrecht.Arbeitnehmerrecht.Sich von Leistungsdruck freizumachen gelingt aber nicht allen von heute auf morgen. Druck am Arbeitsplatz ist ein weitverbreitetes Phänomen, das nicht zuletzt durch Studien zu Medikamentenmissbrauch am Arbeitsplatz belegt wurde oder sich durch einen massiven Konsum von Leistungsdrogen äußert. Als Grüne nehmen wir diese Ergebnisse mit großer Sorge zur Kenntnis. Wir wollen eine Arbeitswelt schaffen, in der es Menschen ohne Aufputschmittel möglich ist zu arbeiten. Wir wollen deswegen die Idee einer Antistressverordnung vorantreiben.
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Begründung

Wenn Menschen massiven Leistungsdruck nur durch den Konsum von Drogen oder Medikamenten ertragen können, ist dies eine Symptomatik für eine Gesellschaft, in der nicht der Mensch als solches sondern vielmehr seine Produktivität im Mittelpunkt stehen. Insbesondere durch die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken zeigt sich daher die Konsequenz des zeitpolitischen Misstandes. Diesen Misstand wollen wir überwinden und eine Gesellschaft schaffen, die Menschen auch ohne Drogen und Medikame ertragen können.


UnterstützerInnen

UnterstützerInnen:
keine