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Änderungsantrag Z-01-119-1

Veranstaltung: 1. Länderrat 2015
Ursprungsantrag: Grüne Zeitpolitik für ein selbstbestimmtes und solidarisches Leben
AntragsstellerIn: Daniel Gollasch (LV Berlin)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 21.04.2015, 09:39 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 119 bis 126
Das wollen wir mit unserer Zeitpolitik ermöglichen. Doch wie die Aufgaben innerhalbDiesen Wunsch der Familie verteilt werden, entscheidet sich heute oft in ernüchternder Weise: Selbst wenn Paare gleichberechtigt und in gegenseitigem Einvernehmen die Rollenverteilung miteinander ausmachen wollen, scheitern sie zu oft an der Realität – und leben plötzlich Rollenbilder, die sie eigentlich so nie wollten. Verkrusteteumzusetzen ist das Ziel unserer Zeitpolitik. Hierfür sind verkrustete patriarchalische Strukturen und Fehlanreize regieren in ihr Leben hinein; sie verhindern,abzubauen, jedoch ohne dass Frauen und Männerneuer sozialer Druck auf Familien entsteht. Damit Paare selbstbestimmt und auf Augenhöhe ihredie Rollenverteilung in ihrer Familie festlegen können, muss die Gesellschaft die Entscheidungen treffen können.der Familien unabhängig von ihrem Ergebnis akzeptieren und darf keine Lebensmodelle stigmatisieren."
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Im Absatz von Zeile 127 bis 139
Als grundlegende Voraussetzung, um Zeit partnerschaftlich teilen zu können, setzt grüne Zeitpolitik deshalb auf die eigenständige Existenzsicherung: Dazu gehören die Lohngleichheit von Frauen und Männern und ein gerechtes Steuersystem, das alle Kinder unabhängig von ihren Eltern fördert und in dem es sich für beide PartnerInnen lohnt, zu arbeiten. Auf den ersten Blick mag sich das Ehegattensplitting im Hier und Jetzt lohnen, gut vorgesorgt fürs Alter hat der- oder diejenige, die ihre Berufstätigkeit stark heruntergefahren hat, deshalb noch lange nicht. Aber zugleich braucht es Arbeitsplätze mit einem Einkommen, das heute zum Leben und später zur Absicherung im Alter ausreicht. Nicht zuletzt ist ein breites Angebot an guten Schulen, Horten, Kitas und Krippen, die mit ihren Öffnungszeiten den Bedürfnissen von Familien in ihren unterschiedlichen Lebensformen entgegenkommen, eine grundlegende Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Familienleben.
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Begründung

Die Umformulierung des Absatzes in den Zeilen 119-126 ist darauf ausgerichtet, die Mündigkeit der Menschen in den Vordergrund zu stellen und gleichzeitig nicht Problem-, sondern Lösungsorientiert zu argumentieren. Das die jetzige Situation immer noch schlecht ist, ist offensichtlich. Hervorzuheben ist aber, was wir wie verbessern wollen. Gleichzeitig sollten wir betonen, dass es uns nicht darum geht den Familien vorzuschreiben wie sie zu leben haben, sondern eine wie auch immer geartete Stigmatisierung der Menschen auf Grund ihres Zusammenlebens grundsätzlich ablehnen.
Zur sprachlichen Glättung sollte danach das "deshalb" in Zeile 128 entfallen.


UnterstützerInnen

UnterstützerInnen:
  • Antje Kapek, LV Berlin
  • Axel Vogel, LV Brandenburg